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    Es war die dritte und letzte Städtetournee des Jahres 1974, die Elvis vom 27. September 1974 bis zum 9. Oktober 1974 absolvierte. Und vor allem war es eine durchwachsene Tour. Einige Durchhänger-Shows wechselten sich mit superstarken Konzertauftritten ab. Die beiden Shows die Elvis am 6. Oktober 1974 in Dayton gab, gehörten zweifelsohne zu den besseren Konzerten auf dieser Tour.tb_s74100601

    Schon Wochen vorher schrieb die Presse in Dayton folgendes:
    Elvis Presley, der bei seinem Auftritt in der University of Dayton Arena im Jahre 1972 jeden bestehenden Zuschauerrekord gebrochen hatte, kommt am 6. Oktober 1974 für eine einzige 14:30 Uhr Show in die Stadt zurück. Tom Dowling, Geschäftsmanager der Arena, erzählte, daß die Auftritte von vor 2 Jahren mit einer Zuschauerzahl von 13750 und Einnahmen von insgesamt 1260000,00 Dollar jeden bestehenden Rekord schlugen. Dowling, der die erneute Show bereits seit einem Jahr ausgearbeitet hat, sagte, daß die Ticketpreise in 5,00 Dollar, 7,50 Dollar und in 10,00 Dollar gestaffelt sein werden. Man könne diese über den Postversand bestellen. An den normalen Verkaufsstellen werde es keine Karten geben. Presley selbst, hat für jeden Kunden, die Abgabemenge auf 10 Tickets pro Kunde beschränkt, um Schwarzmarktpreisen vorzubeugen. Die Karten werden zwischen dem 1. und 9. September verschickt.

    Schnell war die Nachmittagsshow ausverkauft. Trotzdem erreichten den Veranstalter immer noch tausende von Anfragen. Was war nun zu tun? Eine zweite Show mußte her. Und so entschlossen sich Colonel Parker und Elvis kurzerand noch eine 2. Show um 20:30 zu geben. Aber auch die war in windeseile ausverkauft. Aus Sicherheitsgründen durfte das Auditorium nicht wie 1972 überbucht werden. Diesmal kamen nur soviele Karten in den Versand, wie Sitzplätze vorhanden waren, nähmlich 13500 Stück pro Show.

    Schnell war der 6. Oktober gekommen. Für die Stadt Dayton stand ein sehr langer Tag bevor. Die lokalen Radiostationen machten Elvisfans, den ganzen Tag mit Elvismusik heiß.
    Berits um 13:00 Uhr öffneten sich die Pforten der Arena für die bevorstehende Show um 14:30 Uhr. Ein Shuttle-Service fuhr Unmengen von Zuschauern von den Parkplätzen zum Ort des Geschehens. Der Andrang an den Souvenierläden wuchs ins Gigantische. Schnell waren alle, aber auch wirklich alle Soveniere restlos ausverkauft, was Parker mit einem Schrecken erkannte, denn merkwürdigerweise hat es auf dieser Tour Lieferprobleme mit den Elvissouvenieren gegeben. Somit war für die Besucher der Abend-Show nun fast garnichts mehr übrig.

    Nach einem fast einstündigen Vorprogramm kam wie immer noch einmal eine 15 minütige Pause, in der der Popcornmann noch einmal durch die Reihen lief.
    Und dann endlich begann die Show. Das dramatische 2001-Thema setzte ein und jedem im Saal war nun klar, gleich kommt der King: Für ein paar Fans, die ihre 10,00 Dollar Tickets in der Hand hielten und trotzdem irgendwo neben der Bühne, fast unter dem Hallendach plaziert wurden, begann ein Alptraum. Sie erzählten nach der Show, daß sie Elvis nur als ein weißen Punkt erkennen konnten und daß ihnen die Ausstrahlung seiner Filme im Fernsehen viel mehr gbracht hätte.
    Doch andere hatten Glück und bekamen wirklich gute Plätze. Und diese Leute erlebten einen Elvis in Hochform. Elvis trug für die Nachmittagsshow den Blue Rainbow-Jumpsuit. Es war der einzige Anzug der Tour, auf dem kein Tiermotiv dargestellt war.
    Elvis wirkte völlig cool, als er die Bühne betrat. Er ließ sich von Charlie Hodge die Gitarre geben und legte los mit C. C. Rider. Hier schrie er einige Textzeilen ungwöhnlich laut ins Mikrofon. Ein sicheres Zeichen für seine überschäumende Energie. Nach dem Eröffnungslied sprach Elvis einige Worte mit dem Publikum, doch diese gingen im Geschrei von 13500 Fans völlig unter. Nach ein paar Wells ging er über zu I Got A Woman – Amen Medley. Auch hier bedurfte es nur ein paar Bewegungen von Big E und die Fans begannen zu kreischen. Am Ende des Songs mußte J. D. zweimal seine unglaublich tolle Basstimme unter Beweis stellen. Elvis forderte ihn zu immer stärkeren Leistungen heraus. Aber obwohl sich die beiden während der ganzen Shows fast ständig Ärgerten, merkte man sofort, daß sie eine enge Freundschaft verband.tb_s74100602
    Nun brachte er Love Me. Er begann seine Schals zu verteilen und die weiblichen Fans vor der Bühne begannen sich darum zu prügeln. Elvis amüsierte es. Als nächstes hatte er den Countrysong If You Love Me Let Me Know im Programm. Dieses Lied hatte Elvis seit seiner Eröffnungsshow am 19. August 1974 im Programm. Und es sollte bis zum letzten Konzert im Juni 1977 nicht mehr herausgenommen werden. Dahinter steckte eine Taktik. Elvis brachte das Lied fast immer an der gleichen Stelle, um die, durch den Eröffnungsblock erhitzen Gemüter der Fans ein wenig abzukühlen. Auch Elvis schien dieses Lied sehr zu mägen. Jedenfalls sang er aus irgendeinem Grund, nach einer kurzen Ansage die zweite Strophe noch einmal.
    ,,Das nächste Lied ist ein neuer Titel, den wir jetzt schon seit ein paar Tagen draußen haben…Warte einen Moment Liebling, ich bringe es ja schon … es heißt, It´s Midnight“, sagte Elvis. Und das war eine tolle Ballade. Es war erstaunlich, wie Elvis selbst die stimmgewaltigen Passagen mit einer regelrechten Inbrunst vortrug.
    It´s Midnight bildete zusammen mit Promised Land seine neue Single.
    Elvis bedankte sich beim Publikum und leitete Big Boss Man ein. Schnell scho? er durch den Titel, als wollte er bald damit zum Ende kommen. Wieder bedankte er sich beim Publikum und sang Fever. Nun wurde es ganz still in der Halle. Vereinzelt schrien entzückte Frauen durch den Saal. Nach Fever stand das Stimmungsbarometer auf 100 und das konnte nur noch durch seinen nächsten Song getoppt werden. Es war Love Me Tender. Als er damit begann es zu singen und dazu noch dutzende seiner Schals ins Publikum warf, hatten die Sicherheitskräfte fast vollständig die Kontrolle verloren. Als er einer Frau den Schal umhängte sagte er zu ihr: ,,Du hast gemacht, das? mein Schal blau wurde, darum liebe ich dich so.“ Tja die Frau viel kurz danach in Ohnmacht.
    Mittlerweile war es richtig schön unruhig in der Halle, denn jeder wollte Elvis auf sich aufmerksam machen, oder ihm ein Liedwunsch zurufen. Doch Elvis erstickte jede Unruhe mit einer Wahnsinns-Version von Hound Dog. Er sang es zwar wie sonst auch, aber diesesmal steckte einfach mhr Power dahinter. Dann sprach er kurz mit der Band und den Zuschauern und begann die letzte Strophe von Hound Dog noch einmal zu wiederholen. Nun begann er damit endlich die Bandmitglieder vorzustellen. Jeder der Musiker durfte dabei sein Können mit einer kurzen Einlage unter Beweis stellen. Duke Bartwell hatte übrigens Jerry Scheff am Fenderbass abgelöst. Doch ansonsten war es die alte Truppe Als Glenn Hardin mit seinem Solo am Klavier dran war entschied er sich für Lawdy Miss Clawdy. Kurz drauf unterbrach ihn Elvis, da er die unbändige Lust verspürte das Lied heute auch zu singen. ,,Wollen wir es machen auch wenn es garnicht geprobt ist?“ fragte er noch seine Bandmitglieder und schon sang er Lawdy Miss Clawdy. Nachdem alle Bandmitglieder vorgestellt waren, stürzte sich Elvis in All Shook Up, welches in das Medley Teddy Bear/Don´t Be Cruel überging. Elvis rockte förmlich über die Bühne. Erst mit dem nächsten Titel, dem Heartbreak Hotel, wurde es wieder langsamer. Aber auch hier hat er mehr Drive, als bei der bluesigen Fassung von That´s The Way It Is.
    Wieder bedankt sich Elvis und sagt dem Publikum das er nun J.D Sumner und die Stamps bitte einen seiner Lieblings-Gospelsongs zu singen. Man brachte nun Why Me Lord. Hier versucht Elvis nun absichtlich, J.D. mit seinen Späßen durcheinader zu bringen.
    Nachdem Elvis in der ersten Show Hälfte bereits die zweite Seite seiner neuen Single gebracht hatte, war nun die erste Seite dran und es folgte ein fantastisches Promised Land.
    Dann begann Elvis sein You Gave Me A Mountain zu singen. Dieses You Gave Me A Mountain schien Elvis nun seit einiger Zeit nur noch zu singen, wenn er die Lust dazu verspürte. Erst gegen Ende des Jahres 1975 wurde es wieder zum Standard in seinen Shows. Elvis überzeugte mit einer kraftvollen Stimme und einem ausgezeichneten Vortrag des Liedes. Nun ging es mit Let Me Be There weiter, einer Pop-Country Nummer. Er sang das Lied fast so identisch wie auf der On Stage in Memphis vom 20.03.1974, auch die kleine Zugabe war dabei.
    Nun fragte er wieviele hier im Publikum den Film Blue Hawaii gesehen haben. Tausendfacher Jubel erschallte. Elvis brachte nun den Hawaiian Wedding Song. Noch einmal verteilte er unzählige Tücher und machte damit die Mädels am Bühnenrand verrückt. Mit einigen Dankesbekundigungen, beendete Elvis dann auch schon die Show mit seinem Lied Can´t Help Falling In Love.
    Elvis ahnte in diesem Moment noch nichts von den Mißständen auf dieser Tour er schritt zufrieden die Bühne ab. Und gab seinen Bodyguards das Zeichen. Red West machte sich bereit, doch bemerkte er nicht das Elvis auf einmal hinter ihm stand. Er schubst Red ein wenig, das dieser fast ins Publikum stürzte und Red war kurz vor einem Herzinfarkt. Elvis lachte, aber er hielt ihn grinsend fest. Elvis liebte diese Schockmomente und dann verließ der King die Bühne, um noch einmal am Abend zurück zukehren.tb_s74100603

    Lieder der Show:

    C.C. Rider
    I Got A Woman/Amen
    Love Me
    If You Love Me Let Me Know ( Ende 2 mal)
    It´s Midnight
    Big Boss Man
    Fever
    Love Me Tender
    Hound Dog ( Ende 2 mal)
    Bandvorstellung
    Lawdy Miss Clawdy
    All Shook Up/Teddy Bear/Don´t Be Cruel
    Heartbreak Hotel
    Why Me Lord
    Promised Land
    You Gave Me A Mountain
    Let Me Be There (Ende 2 mal)
    Hawaiian Wedding Song
    Can´t Help Falling In Love

    Bericht: Thomas Wagner – Elvis Memories

    Fotos aus der Show: (c) Bob Heis