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    Auf dieser Seite möchten wir Menschen interviewn, die sich für Elvis‘ musikalische Erbe einsetzen. Wir führen diese Interviews in unregelmäßigen Abständen mit Fans, Künstlern, Veranstaltern von Elvis-Events, oder mit Weggefährten von Elvis durch.P1060122(1)

    Da wir das Recht auf freie Meinung uneingeschränkt akzeptieren, werden wir auch keines dieser Interviews kürzen oder gar zensieren. Wir lassen all die Leute, die wirklich was für Elvis tun, gerne zu Wort kommen. Und wie immer wird sich Elvis-Memories auch hier vollkommen neutral verhalten.
    Unser nächstes  Interview führten wir mit Andy King. Wir möchten Andy  an dieser Stelle danken, dass er sich für uns die Zeit nahm und auf all unsere Fragen antwortete. Um bei den Interviews die wir hier ungekürzt in Schriftform wiedergeben, eine gewisse Übersicht zu wahren haben wir die Fragestellungen mit F und nummeriert gestaltet. So werden wir auch mit zukünftigen Interviews verfahren.

    F1. Wann wurdest du Elvis-Fan und welche Umstände brachten dich dazu?

    Ich sah im Alter von 6 Jahren einen Elvis Film im Fernsehen und verliebte mich in den Rock´N´Roll und war unheimlich von Elvis beeindruckt. Seit diesem Moment, war es um mich geschehen. Es handelte sich um den Film „Girl Happy“ (zu deutsch „Kurvenlilly“) und der Song „Puppet On A String“ war mein erster Ohrwurm. Ich bin aber kein Sammler oder Hardcore Fan, sondern habe eher eine bescheidene Auswahl an Fanartikeln von Elvis.

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    F2. Wie wurdest du zum Elvis Tribute Artist?

    Zum ETA wurde ich aus einer Partylaune. Unter Freunden feierten wir oft am Wochenende und es wurde auch mal der ein oder andere Elvis Song aufgelegt. Als ich dann mal mitgesungen habe, sagten mir viele, dass ich unbedingt auf eine Bühne muss. Ich lehnte diese aber noch jahrelang ab, da ich eigentlich sehr schüchtern bin und mich nicht traute öffentlich aufzutreten. In der Folge ergab sich dann, dass ich zufällig Musiker in meinem Freundeskreis fand, die eine Elvis Band gründeten . Im Jahr 2003 begannen wir unter dem Namen „The Pelvis“ und sind dann 7 Jahre in ganz Deutschland aufgetreten. Im Jahr 2007 begann ich  ich neben der Band noch mein Soloprogramm unter dem Namen Andy King. Dies wurde dann immer professioneller, so dass ich mein Projekt „Andy King“ heute hauptberuflich ausführe. „The Pelvis“ löste sich 2010 auf, ich bin mitlerweile aber wieder mit verschiedenen Bands zu sehen, u.a. The Chicken Checkers, The Memphis Riders oder The Celebrations.

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    F3. Was hälst du momentan von der Elvis-Szene, welche Events gefallen dir, und was gefällt dir nicht.

    Ich bin eigentlich kein großer Kenner der Elvis-Szene, da ich bisher noch nicht bei so vielen Elvis Events dabei war. Grundsätzlich gefällt mir, dass die Musik wieder frischen WInd bekommt und wieder auflebt. Es ist einfach eine zeitlose Musik, die auch den Lebensstil von damals vermittelt (Autos, Chrom, Petticoats, Witschaftswunder). Schlecht finde ich, dass bei manchen Elvis Vereinen, Fanclubs etc. eine totale Abneigung gegenüber ETA´s besteht. Auch wir ETA´s sorgen dafür, dass die Musik weitergegeben wird und die Firma Elvis Presley jedes Jahr Millionen von Dollar durch die Urheberrechte der Live-Auführungen erhält. Natürlich ist klar, dass Elvis nicht mehr lebt und kein ETA auch nur annähernd an ihn herankommt. Aber wenn es jemand gut darbietet, sollte man so etwas unterstützen.32

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    F4. Welches war deine erste LP oder CD von Elvis?

    Meine erste CD von Elvis weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Ich glaube es war eine Art Sampler mit Hits aus verschiedenen Epochen. Ich habe allgemein für einen ETA oder Fan recht wenig Platten oder CD´s Zuhause. Ich halte dies in einem bescheidenen Rahmen und muss da nicht alles unbedingt haben.

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    F5. Was machst du zukünftig in Sachen Elvis, was hast du so für Pläne?

    Nun, da dies mein Beruf ist, muss ich auch zukünftig schauen, dass ich mein Brötchen damit verdiene. Momentan kommt meine eigens entworfene Elvis Trilogy sehr gut an. In den kommenden Jahren werde ich sicherlich noch das Programm ausweiten. Elvis hat uns da ja ein enorm breites Spektrum hinterlassen. Dinge über die ich mir Gedanken gemacht habe sind dann Konzerte wie 1968 Comeback oder As Recorded in Madison Square Garden. Auch Richtung Blues will ich mich noch weiterentwickeln, es gibt da also unbegrenzt Möglichkeiten. Das ist das schöne an der Musik von Elvis, da sie sehr breitgefächert ist.

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    F6. Was hast du empfunden als du die Nachricht von Elvis‘ Tod gehört hast und wo warst du da?

    Ich war 3 Jahre alt, als Elvis gestorben ist und habe davon gar nichts mitbekommen, da ich ihn zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht kannte. Erst als ich mich mit 6 Jahren über ihn bei  meinen Eltern erkundigte (nach dem Girl Happy-Film) sagte mir meine Mutter, dass Elvis schon tot sei. Ich war natürlich sehr traurig, da ich ihn gerne mal live gesehen hätte.

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    F7. Hattest du schon einmal das Glück Graceland besuchen zu können und am Grab von Elvis zu stehen?

    Ich hatte schon unzählige Male das Vergnügen in Graceland sein zu dürfen. Es dürften schon gut 9 Mal gewesen sein, ich habe aufgehört zu zählen. Ich war sogar dort mal zu Gast für ein Interview beim dort ansässigen Elvis  Radio. Zwangsläufig kommt man am Ende der Tour natürlich am Grab von Elvis und seiner ganzen Familie vorbei.

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    Rheinbach-Classics-2013-50-1024x768F8. Was hast dabei empfunden?

    Allgemein ist es ein sehr beeinruckendes Gefühl. Man spürt, dass Elvis immer noch dort gegenwärtig und präsent ist. Ein schönes und beeindruckendes Gefühl. Auch die ganzen Räumlichkeiten versprühen einen absoluten Flair. Am Grab senkt sich dann meistens die Stimmung. Komischerweise habe ich in den ersten Besuchen, das gut hingenommen, bei meinem dritten Besuch musste ich plötztlich weinen. Es überkam mich irgendwie und es war aber auch das einzigste mal, das ich dort in Tränen ausgebrochen bin. Mitfühlend werde ich nicht vergessen, dass ich eine ältere Dame im Rollstuhl sah, die auf ein Beatmungsgerät angewiesen war. Auch sie vergoß viele Tränen und sie erzählte mir, dass sie Elvis oft Live erlebt hat und dies einfach Ihre Zeit war, als sie noch jung war. Mit Elvis ist auch ein Stück dieser Zeit bei ihr gestorben. Das tat mir unheimlich leid.

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    F9. Was war bist jetzt das schönste Erlebnis in deiner Karriere?

    Ich hatte in meiner Karriere so viele schöne Momente, dass ich nicht einen Erlebnis besonders hervorheben möchte. Jedes Konzert ist etwas besonderes. Es ist schön das Lachen der Menschen in den Gesichtern zu sehen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl auf der Bühne zu stehen und in eine andere Welt zu tauchen. Die Unterstützung des Publikums ist ein tolles Gefühl, das süchtig macht. Die Reisen durch die ganze Welt sind immer wieder schön (wenn auch anstrengend). Man lernt neue Menschen, Städte und Kulturen kennen. Besonders in Erinnerung ist mir ein Mann, der nach einem Konzert von mir in Tränen ausbrach und mir sagte, dass er noch nie so etwas schönes gehört habe. Da geht einem natürlich das Herz auf.

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    F. 10. Möchtest Du uns und den Fans noch was wichtiges mit auf den Weg geben?

    Das wichtigste, was ich allen Fans auf den Weg geben möchte ist, geht immer mit Respekt gegenüber anderen um, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Behinderung oder sexueller Orientierung. Das Miteinander kommt in unserer heutigen Gesellschaft leider zu kurz. Wenn jeder ein bisschen dazu beiträgt, können wir dies wieder ändern. Seid einfach mal wieder füreinander da und hilfsbereit. Ich wünsche Euch zudem viel Gesundheit, das wichtigste Gut im Leben.

    Lieber Andy, wir danken Dir für diese wichtigen und ehrlichen Worte und wünschen Dir an dieser Stelle alles Gute.

    Das Team von Elvis-Memories

    Elvis Memories Fanclub