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    Es gab mit Sicherheit viele Gerüchte, was die Publikumswirksamkeit von Elvis Presley, während dieser großangelegten Show betraf.s73011201 Auch gab es berechtigte Zweifel daran, ob der 38jährige Rock`n`Roll-Sänger vor einem weltweiten Publikum bestehen würde. Zumal er hier nicht mehr nur von seinen fantastischen Fans gesehen wurde, sondern auch von Kritkern und von Menschen, die ihn sich nur des Ereignisses wegen ansehen werden. Es sollte für Elvis Presley die wohl größte Herausforderung, aber auch der größte Triumph seines ganzen Lebens werden. Klar war auch, dass bei einem solch gigantischen Projekt verständlicherweise absolut nichts schief laufen durfte, die hätte vermutlich eine Kettenreaktion mit fatalen Folgen für Presleys Karriere ausgelöst. Am 14. Januar 1973 sollte es losgehen via Satellit, sollte Presley ein Publikum von 1,5 Milliarden Menschen erreichen. Das ist wohl ein Rekord ohne gleichen.
    Um zu gewährleisten, dass auch nichts schief lief, entschloß man sich auch die Generalprobe am 12. Januar 1973 mitzufilmen,tb_s73011203 um dann, falls am 14. was schief lief, auch schnell Material vom 12. einspielen zu können. Daher machte es verständlicherweise auch Sinn, dass Elvis bei beiden Auftritten, den Aloha Eagle Jumpsuit trug.
    Also waren die Tv-Stationen gewappnet, falls irgendetwas schief gehen sollte.
    Im nachhinein ist klar, dass seine Bühnenshow perfekt abgelaufen war und weltweit von mehr Menschen gesehen wurde, als die übertragung der ersten Mondlandung. Die weltweiten Einschaltquoten bei den Fernsehstationen lagen teilweise bei der 90% Grenze!
    Elvis setzte sich damit bis heute über jedes andere Ereignis. Lediglich sein viel zu früher Tod im Jahre 1977 erregte ähnlich viel Aufsehen.

    Doch nicht nur am 14. Januar war Elvis einfach Klasse. Auch schon in der Rehearsal-Show vom 12. Januar 1973 strotzte der King vor Musikvitalität. Für diese beiden Auftritte ließ sich Elvis speziell einen weißen Anzug für immerhin 10 000 Dollar schneidern. Elvis nannte ihn seinen American-Eagale-Jumpsuit, denn der amerikanische Adler war mehrfach auf seinen Anzügen abgebildet. Hierbei ist vielleicht intressant zu wissen, dass die englischen Teddyboys und die deutschen Teds den American Eagle bereits in den 50er Jahren zum Symbol des Rock`n`Roll und des Rockabillys machten.
    Während in der H.I.C. Arena von Hawaii, die wohl bestbezahlte Band Amerikas ihr Also sprach Zarathustra spielte, konnte man in der Fernsehfassung, noch die Ankunft von Elvis in Hawaii am 9. Januar 1973 bewundern.
    Dann war es plötzlich soweit, die Band legte nun richtig los. Der Drummer spielte sein berühmtes Schlagzeug-Solo während der King die Bühne betrat.
    Elvis ging zum Mikro und sang dann See See Rider. Dabei stand er breitbeinig am Stativ, die schwarze Gitarre lässig vor der Hüfte hängend. Anschließend sang der allerbeste Multimillionär sein erstes Highlight es war Burning Love.
    Ja, das war genau der Elvis den alles sehen wollten der Rockin` Rebell aus Memphis. Seine Beine zukten und sein ganzer Körper bebte förmlich.tb_s73011202
    Man sollte nicht vergessen, dass Elvis inzwischen 38 Jahre alt war und wir das Jahr 1973 und nicht 1956 schreiben. Auch sollte man hierbei nie außer Acht lassen, dass Elvis in den letzten Monaten private schwere Schicksalsschläge hinnehmen mußte, die verständlicherweise an seiner Gesundheit zerrten.
    Seine Ausstrahlung war immer noch sehr intensiv und beindruckend.
    Nach Burning Love schlug Elvis sanfter Töne an und brachte bereits sein nächste Highlight Something. Und danach folgte You Gave Me A Mountain.
    Elvis geht bis an den Bühnenrand bekommt Tücher und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Dann gibt er sie dankend zurück. Man kann sich vorstellen das diese Frauen kurz vor der Ohnmacht standen.
    Anschließend kündigte Elvis eine Blues-Titel an, der bald darauf auch als Hit-Single auf den Markt kam. Es war Steamroller Blues. Und spätestens hier war jedem klar, dass Elvis seine musikalischen Wurzeln nicht vergessen hatte und auch niemals vergessen würde. Es gibt wohl kaum einen anderen Weißen, der diesen Blues so überzeugend bringen könnte, wie Elvis. Der ja selber im Ghetto groß geweorden ist.
    Nun folgt erneut ein Highlight es war My Way. Es war etwas besonderes, dass ausgerechnet Elvis dieses Lied singen durfte. Danach folgte Love Me ein Klassiker. Immer wieder sprach er auch mal mit seinem Publikum. Elvis gab bekannt, dass der Erlös der beiden Shows der Krebsforschung zugute kommen sollte. Da Elvis selber an Krebs erkrankt war, muß es für ihn ein sehr komisches Gefühl gewesen sein, dass dem Publikum mitzuteilen.
    Danach folgt der Song It`s Over. Bei diesem Lied mit einem dramatischen Text ohne Happy End lief Presley kein Schweißtropfen sondern eine Träne die Wange herunter. Doch dann geht es in Elvis-Manier schon wieder mit einem echten Rock`n`Roll-Klassiker weiter, nähmlich mit Blue Suede Shoes.
    Es war vielleicht eine der besten 70er Jahre Versionen dieses Liedes aus seinen vielen Konzerten. Anschließend folgte I`m So Lonesome I Could Cry und dann Hound Dog wieder ein Klassiker. Nun gab es erneut ein Highlight und das hieß What Now My Love, dass er unwahrscheinlich mitreißend interpretierte. Das Blut drohte einem zu gerinnen, als Elvis sich anschickte danach Fever zu singen. Die Spannung in der Arena ist unbeschreiblich, der ganze Saal ist stockfinster, nur ein einziges Scheinwerferlicht- das auf den King gerichtet ist, spendet Licht und er singt Fever.tb_s73011205
    Nach Fever kam erneut ein Highlight . Es war Welcome To My World. Danach ging es mit Suspicious Minds weiter. Nun folgte die Bandvorstelung. Danach kam dann I`ll Remember You. Dies war ebenfalls ein fantastisches Lied. Das wohl absolute Highlight dieses Abends war der nächste Song. Die berühmte American Trilogy. Elvis bracht hier wohl eine der allerbesten Versionen dieses Liedes. Wieder stellte sich der King breitbeinig vor das Mikro uns sang den Klassiker A Big Hunk O` Love, in das er sogar zwei Instrumentalteile eingebaut hatte. Ein Aufschrei ging durch die H.I.C. Arena, als die ersten Takte seines letzten Liedes erklangen. Es war Can`t Help Falling In Love. Jeder wußte nun in der Arena, dass die Show damit schon wieder zu Ende war. Auch war allen klar, dass es keine Zugabe geben würde. Charlie Hodge hing ihm vorher noch sein reich verziertes Cape um die Schultern, welches er dann in der Satellitenübertragung am 14. Januar ins Publikum warf. Dann verließ Elvis auch schon so schnell wie er gekommen war, die Bühne. Eine der fantastischsten Shows des Jahres hatte somit sein Ende gefunden.

    Lieder des Auftritts:

    See See Rider
    Burning Love
    Something
    You Gave Me A Mountain
    Steamroller Blues
    My Way tb_s73011204
    Love Me
    It`s Over
    Blue Suede Shoes
    I`m So Lonesome I Could Cry
    Hound Dog
    What Now My Love
    Fever
    Welcome To My World
    Suspicious Minds
    Bandvorstellung
    American Trilogy
    A Big Hunk O Love
    Can`t Help Falling In Love

    Bericht: Thomas Wagner – Elvis Memories
    Fotos aus der Show: (c) Photographer unknown