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    Auf dieser Seite möchten wir Menschen interviewn, die sich für Elvis‘ musikalische Erbe einsetzen. Wir führen diese Interviews in unregelmäßigen Abständen mit Fans, Künstlern, Veranstaltern von Elvis-Events, oder mit Weggefährten von Elvis durch. Da wir das Recht auf freie Meinung uneingeschränkt akzeptieren, werden wir auch keines dieser Interviews kürzen oder gar zensieren. Wir lassen all die Leute, die wirklich was für Elvis tun, gerne zu Wort kommen. Und wie immer wird sich Elvis-Memories auch hier vollkommen neutral verhalten. Unser nächstes Interview führten wir mit Nils Strassburg. Wir möchten Nils an dieser Stelle danken, dass er sich für uns die Zeit nahm und auf all unsere Fragen antwortete. Um bei den Interviews die wir hier ungekürzt in Schriftform wiedergeben, eine gewisse Übersicht zu wahren haben wir die Fragestellungen mit F und nummeriert gestaltet.

    F1. Wann wurdest du Elvis-Fan und welche Umstände brachten dich dazu?Pressebild_RollAgents_004

    Ich war sechs Jahre alt und mit meinen Eltern zu Besuch bei meinem Cousin. Im Fernsehen lief gerade eine Musik-Sendung. Der Inhalt: Auschnitte aus den Anfangsjahren von Elvis Karriere. Danach war es um mich geschehen! Ich war hin und weg – auf der Rückfahrt haben meine Eltern dann meine Ohrwürmer ertragen müssen (lacht).

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    F2. Wie wurdest du zum Elvis Tribute Artist?

    Angefangen hat es mit dem Geburtstag meiner Schwester. Da habe ich mir gedacht: Nils, leg doch mal ne Performance hin, mach doch mal eine kleine Elvis-Show! Das habe ich dann auch gemacht – und von da an ging’s bergauf (lacht). Vor 14 Jahren bin ich dann zum ersten mal „offiziell“ als Elvis aufgetreten. Über Gartenfeste und Geburtstage hat sich so eine typische Mund – zu Mund – Propaganda entwickelt. Sechs Jahre später habe ich dann zum ersten Mal als Elvis-Act in einer Coverband mitgewirkt.

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    F3. Was hälst du momentan von der Elvis-Szene, welche Events gefallen dir, und was gefällt dir nicht?

    Ich finde es toll, wie sich die Elvis-Szene in den letzten Jahren entwickelt hat. Was heute beispielsweise beim European Elvis Festival in Bad Nauheim geboten wird, mit Musikern aus der Originalband von Elvis, mit Helmut Radermacher, dem wandelnden Elvis-Lexikon– das ist grandios! In fast allen Bundesländern existieren heute eigene Elvis-Fanclubs, mittlerweile hat sich in der Szene eine unglaubliche Vielfalt entwickelt. Das hätte ich mir vor ein paar Jahren nicht vorstellen können! Und das ist ja auch gerade das schöne: Es gibt Fans aller Couleur und die soll es auch geben! Frei nach dem King: „Das Show-Business ist so groß, da ist Platz für jedermann“.

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    F4. Welches war deine erste LP oder CD von Elvis?Pressebild_RollAgents_001

    Wenn ich das noch wüsste…(Überlegt). Ich glaube, es waren die 32 Filmhits von Elvis, die erste Ausgabe aus dem Jahr 1984. Das war übrigens weder eine LP, noch eine CD, sondern eine Kassette! Das hatte den großen Vorteil, dass ich die Musik immer und überall hören konnte, egal ob ich mit meinem Walkman unterwegs war oder im Auto mit meinen Eltern. Irgendwann war die Kassette vollkommen ausgeleiert. Die hat richtig geeiert–und als sie dann gar nicht mehr funktioniert hat, habe ich erst einmal geheult (lacht).

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    F5. Was machst du zukünftig in Sachen Elvis, was hast du so für Pläne?

    Wir sind seit Januar mit unserer Band Roll Agents und der Show „The Elvis Xperience“ unterwegs und wollen im nächsten Jahr damit richtig durchstarten. Wir haben im Vorfeld lange daran gearbeitet, um einen ganz eigenen Weg zu finden und dem Phänomen Elvis gerecht zu werden. Für uns steht dabei nicht nur die Person Elvis Presley im Mittelpunkt, sondern seine Musik im Zusammenspiel mit seiner Band–den besten Musikern in der damaligen Zeit. Diesen Spirit, diese Energie wollen wir als Band auf die Bühne bringen und an die Zuschauer transportieren. Die Show weiter auszubauen und zu verbessern, auch mal außerhalb unseres Stammgebiets zu spielen, das ist erst einmal Aufgabe genug. Auch wenn ich 1000 andere Ideen im Kopf habe (lächelt). Zum Beispiel, auch im Süden Deutschlands ein Elvis-Festival auf die Beine zu stellen. Da ist uns dank der Partnerschaft mit Elvis Memories und Helmut Radermacher mit der Rock’n’Roll Night am 23. November in Kornwestheim schon ein erster Schritt gelungen.

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    F6. Was hast du empfunden als du die Nachricht von Elvis’ Tod gehört hast und wo warst du da?

    Ganz einfach: Nicht besonders viel. Das hat auch einen guten Grund. Ich war erst zwei Jahre alt und irgendwo mit meinen Eltern in Amerika auf Achse.

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    F7. Hattest du schon einmal das Glück Graceland besuchen zu können und am Grab von Elvis zu stehen?

    Ja, klar! Das letzte Mal war ich erst vor ein paar Wochen dort. Nashville, Tupelo und Memphis stehen immer auf dem Reiseplan , wenn ich in den Staaten bin. Für mich sind diese Reisen ein doppeltes Erlebnis. Als gebürtiger Amerikaner wandere ich quasi auf meinen eigenen Spuren und auch noch auf denen des King. Einfach grandios.

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    F8. Was hast du empfunden, als du zum ersten Mal in Graceland warst?

    Graceland – das stellt sich jeder immer so riesig, königlich, überdimensioniert vor. Aber das ist überhaupt nicht so. Es ist ein kleines, ganz gemütliches Landhaus. Das Gelände drum herum, mit Ranch, vielen Pferden und den Ausstellungsräumen ist natürlich gewaltig. Das Schöne ist: In Graceland läufst du quasi im Schnelldurchgang am ganzen Leben von Elvis vorbei, passierst sein Wohnzimmer, später seinen Platten und Auszeichnungen – und im nächsten Moment stehst du vor seinem Grab. Dort bietet sich die Möglichkeit, die ganzen Eindrücke sacken zu lassen und für einen Augenblick zu ruhen. Dir schießen eine Menge Dinge durch den Kopf. Es wird einem bewusst, was Elvis alles erreicht hat. Als Musiker, aber auch als Mensch. Du denkst dir: der Mann ist vor 36 Jahren gestorben, aber er übt immer noch so eine extreme Wirkung auf die Menschen aus.

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    F9. Was war bist jetzt das schönste Erlebnis in deiner Karriere?Roll Agents - The Elvis Xperience 28

    Hmmm…(überlegt kurz). Da gibt es eigentlich zwei Erlebnisse. Momente, die immer wieder kommen. Zum einen das Gefühl, dass ich bei unseren Shows empfinde. Ich merke da jedes Mal aufs Neue wieder: Teil dieser Band zu sein, mit diesen Musikern zusammenspielen zu dürfen, die sich der Sache mit so viel Liebe zum Detail hingeben, die sich diesem Künstler genauso sehr verschrieben haben wie ich – das ist einfach nur geil! Der andere schöne Augenblick ist der, wenn du spürst, dass du die Leute mit deiner Musik berührst. Wenn beispielsweise ältere Herren oder Damen zu dir kommen und sagen, sie hätten sich wieder so gefühlt wie mit 16, dann weißt du: Du kannst nicht alles falsch gemacht haben. Das ist das schönste Kompliment, das du als Künstler bekommen kannst. Und genau das ist der Grund, warum ich Musik mache: Bei Menschen Emotionen auszulösen.

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    F. 11. Möchtest Du uns und den Fans noch was wichtiges mit auf den Weg geben?

    Ich möchte einfach allen danken, die dafür sorgen, dass der Elvis-Spirit am Leben gehalten wird. Die Szene soll so bunt sein und bleiben wie sie ist. Zu Elvis Memories kann ich nur sagen: Hut ab! Wie viel ihr unterwegs seid und bemüht seid, dass das Elvis-Erbe aufrecht erhalten und richtig dargestellt wird– das hat ja schon fast was von Religion (lacht)! Das Ganze ehrenamtlich, ohne einen einzigen Pfennig dafür zu sehen, finde ich schon sensationell!

    Lieber Nils, wir danken Dir für diese wichtigen und ehrlichen Worte und wünschen Dir an dieser Stelle alles Gute.

    Das Team von Elvis-Memories