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    In seiner Freizeit legt Ralf ‚Danny‘ Zahn die Polizeiuniform ab und schlüpft in die Elvis-Rolle. Im Wohnzimmer in Langenbrücken singt und spielt er die Songs des ‚King of Rock ’n‘ Roll‘. Foto: Of

    Von Hans-Joachim Of

    Bad Schönborn/Mannheim. Elvis lebt! Seit über 20 Jahren steht Ralf „Danny“ Zahn aus dem Bad Schönborner Ortsteil Langenbrücken auf den Konzertbühnen der Region. Und gibt auf Festen, Galas oder Feiern den perfekten Elvis-Interpreten. In seiner Freizeit wohlgemerkt; im Hauptberuf ist der 42-Jährige – in diesem Alter starb der echte „King of Rock ’n‘ Roll“ – Polizeibeamter.

    „Ich war schon als kleiner Junge Elvis-Fan. Mit 18 Jahren sang ich auf der Hochzeit meines Bruders Kai und alle waren begeistert“, erzählt Zahn, dessen Ehefrau Marina im Laufe der Zeit ebenfalls vom Elvis-Virus infiziert worden ist. Ein Auftritt im ZDF-Fernsehgarten oder ein Konzert bei einer Lufthansa-Veranstaltung in Mannheim sind zwei von zahlreichen Höhepunkten in der „Karriere“ des gläubigen Christen.

    Kürzlich war das Ehepaar Zahn – beide sind große USA-Fans – in den Staaten, um sich unter anderem in Las Vegas auf Spurensuche von Elvis Presley zu begeben. „Eine herrliche Reise mit einmaligen Eindrücken“, schwärmt Marina und „Danny“ nickt zustimmend. Über 200 Songs hat der Mann, der seit 25 Jahren als Polizeibeamter („Ich sehe mich noch als klassischen Schutzmann“) im Streifendienst in der Mannheimer Oststadt arbeitet, auf Lager.

    Natürlich hat er fast alles, was es an Elvis-Memorabilia gibt, bei sich zu Hause gesammelt. Etliche Videos, CDs, Erinnerungs- und natürlich Kleidungsstücke für die Auftritte. „Ich sehe mich mehr als jungen Presley und interpretiere am liebsten den Elvis aus den 60er Jahren“, sagt „Danny“ Zahn. Eine Hobbyschneiderin aus der Familie hat ihm seine Kostüme maßgenau gefertigt, darunter einen goldenen Anzug. Obwohl Zahn, der sich bei den Auftritten mit der Rhythmusgitarre begleitet, auch Cliff Richard, Tom Jones, Shakin‘ Stevens oder Peter Kraus imitieren kann, ist ihm „sein Elvis“ am allerliebsten. Vor kurzer Zeit hat der Ordnungshüter ein Album mit dem Titel „Helden des Alltags“ aufgenommen. Von den zehn Stücken sind acht „im Stil meines großen Vorbildes“ selbst komponiert und getextet.

    Lediglich der Presley-Klassiker „Wooden-Heart“ wurde zum witzigen „Muss-i-denn-Reggae“ umfunktioniert. „Elvis hat Funk, Gospel, Rhytm ’n‘ Blues und natürlich Rock ’n‘ Roll gesungen, doch niemals Reggae“, weiß Zahn, der auf dem Silberling drei klassische Rock’n’Roll-, je zwei Gospel- und Lovesongs in deutscher und englischer Sprache sowie das seiner Frau gewidmete Lied „Ganz nah“ gepackt hat. Ganz wichtig sind dem passionierten Freizeitsportler, der noch bei den „Alten Herren“ im Heimatort kickt, jedoch die beiden Polizei-Tribut-Songs „Helden des Alltags“ und „Wir sind die Polizei“.

    Es seien vermutlich „die einzigen Polizei-Lieder dieser Art im deutschsprachigen Raum“, schätzt „Danny“, der seinen Künstler-Vornamen dem 58er-Elvis-Film „King Creole“ entliehen hat. „Den Titelsong widme ich meinen im Dienst verletzten oder getöteten Kollegen der Polizei, vor allem jedoch Markus Paul.“ Der Streifenpolizist war 1998 in einem Mannheimer Supermarkt von einem 16-Jährigen erstochen worden. Mit dem Erlös der CD unterstützt Zahn die „Markus-Paul-Stiftung“, eine Einrichtung zu Gunsten von Familienangehörigen im Dienst getöteter Polizeibeamter. Der Mannheimer Polizeisprecher Martin Boll kennt „Danny“ Zahn schon sehr lange. „Ich war auch schon bei einigen seiner Veranstaltungen. Die Zuschauer sind immer wieder erstaunt, wie locker ein Polizist in der Hüfte sein kann“, erzählt Boll. Auf jeden Fall sei sein Kollege „ein absoluter Sympathieträger“.

    Das Album „Helden des Alltags“ ist ab sofort im Handel. Am kommenden Sonntag (18 bis 20 Uhr) ist „Danny“ Zahn mit der neuen CD und einem Interview auf SWR 4 zu hören.

    Quelle: Helmut Radermacher