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    Ein Revival der besonderen Art. Küsschen und Blumenketten für die Fans.                                                                                                                                                                               Aloha-New-Time-and Elvis-Memories-jpg

    Es war eines seiner größten und großartigsten Konzerte: „Aloha from Hawaii“. Am 14 Januar 1973 brachte Elvis Presley das legendäre Konzert im Convention Center in Honolulu auf die Bühne. Und nicht nur die immerhin 6000Menschen im Saal, sondern zwischen 1 und 1,5 Millionen Zuschauern in der ganzen Welt konnten das Konzertereignis verfolgen. Denn erstmals in der Geschichte des Fernsehens wurde der Auftritt eines Solokünstlers via Satellit in über 40 Länder übertragen. 75000 Dollar hat dieses Ereignis damals in die Kassen einer Krebsstiftung gespült. – Für die damalige Zeit eine gigantische Summe. Am 07. Dezember, also genau 40 Jahre und ein paar Monate später wurde dieses Highlight der Unterhaltungsgeschichte wiederholt. Freilich im viel kleineren Rahmen und – leider – auch ohne Beteiligung irgendwelcher TV-Anstalten.

    Der Duisburger Elvis-Interpret Teddy King lockte die Zuhörer und Zuschauer in die Nostalgie, indem er das Konzert einzueins wiederholte. Rahmen war der Benefiz-Adventmarkt der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde in Duisburg Rheinhausen. Hier war der Auftritt Kings einer der absoluten Höhepunkte des Bühnenprogramms. Auch wenn der Künstler stimmlich etwas DSCN5082angeschlagen wirkte, konnte man sich – nicht nur bei geschlossenen Augen – ohne weiteres in das historische Ereignis hinein versetzen. Das Programm passte durchaus in den eher besinnlichen Rahmen eines vorweihnachtlichen Marktes. Denn schon beim Original waren dierockigen Songs eher weniger vertreten, Elvis legte damals mehr Gewicht auf seine Balladen. „Allways on my mind“ oder „my way“ sind dabei die bekanntesten Titel. Trotz allem kamen die Fans der rockigeren Klänge natürlich auch auf ihre Kosten. Der etwas ruhigere Konzertcharakter kam Teddy King zu Gute, denn durch eine Gehbehinderung ist der 21jährige Ausnahmekünstler in seiner Bewegung stark eingeschränkt. Den fehlendenElvis-typischen Hüftschwung glich er aber durch Charme und Witz wieder aus. So ratterte er das Programm auch nicht einfach nur herunter. Zwischendurch shakerte er immer mal wieder mit den weiblichen Fans und gegenSonderbezahlung (Küsschen) durften sich diese auf seinen Schal und hawaiianische Blumenketten freuen. Auch die Tücken der Tontechnik überspielte er gekonnt, in dem er hin und wieder über die Techniker kleine Witzchen machte. Alles in allem freuten sich die Besucher des Adventmarktes über ein ausgewogenes und gut gemachtes Konzert. Übrigens: Als der Adventmarkt vor fünf Jahren in Rheinhausenerstmals über die Bühne ging, war Teddy King auch schon mit dabei. Und seit DSCN5100dem mischt er bei jeder jährlichen Wiederholung mit. Die Zuschauer konnten in all den Jahren beobachten, dass sich der Elvis-Interpret enorm steigerte, sowohl gesanglich, als auch im Durchhaltevermögen der Konzerte. Und weil auch beim Adventmarkt in Rheinhausen der Benefiz-Gedanke im Mittelpunkt steht, war es für Teddy King Ehrensache, das er – wie in den Jahren zuvor – auf eine Gage verzichtet. Noch hat es beim Veranstalter des Duisburger Marktes keinen Kassensturz gegeben, es steht also noch nicht fest, wie viel Erlös einem Waisenkinderprojekt in Haiti zu Gute kommen wird. An die 75000 Dollar, die das legendäre „Aloha from Hawaii“-Konzert seinerzeit eingespielt hat, wird der Ableger von 2013 nicht heran kommen. Da bleibt das Original unerreicht.

     Fotos: ©2013 Clarissa Schaarenberg
    Text: ©2013 Matthias Tilgner