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    Auf dieser Seite möchten wir Menschen interviewn, die sich für Elvis‘ musikalische Erbe einsetzen. Wir führen diese Interviews in unregelmäßigen Abständen mit Fans, Künstlern, Veranstaltern von Elvis-Events, oder mit Weggefährten von Elvis durch. Da wir das Recht auf freie Meinung uneingeschränkt akzeptieren, werden wir auch keines dieser Interviews kürzen oder gar zensieren. Wir lassen all die Leute, die wirklich was für Elvis tun, gerne zu Wort kommen. Und wie immer wird sich Elvis-Memories auch hier vollkommen neutral verhalten. Unser nächstes Interview führten wir mit Sam Thompson. Wir möchten Sam an dieser Stelle danken, dass er sich für uns die Zeit nahm und auf all unsere Fragen antwortete. Um bei den Interviews die wir hier ungekürzt in Schriftform wiedergeben, eine gewisse Übersicht zu wahren haben wir die Fragestellungen mit F und nummeriert gestaltet.sam thompson 5

    F1. Was hast Du gemacht, bevor Du Elvis getroffen hast?

    Ich wurde in Memphis geboren und habe als Polizist für das Shelby County Sheriff’s Department gearbeitet,  als mich Linda im November`72 Elvis auf Graceland vorstellte.

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    F2. Warst Du damals ein Fan seiner Musik?

    Interessanterweise nein. Ich war ein Kind der 60ziger und habe Beatles und die Rolling Stones gehört.  Nachdem ich Elvis getroffen habe und angefangen habe, ihn auf seinen Reisen zu begleiten, wurde ich ein Fan seiner Musik – aber vor allen Dingen ein Bewunderer seiner Person.

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    F3. Was sind Deine Lieblingslieder?sam thompson 2

    Elvis wollte keine sozialkritischen Lieder aufnehmen, weil er meinte, dass ein Künstler keine öffentliche Meinung haben sollte. Jedoch hat er „In the Ghetto“ und „If I can dream“ aufgenommen. Sie bleiben meine persönlichen Favoriten, weil ich weiß, wie wichtig ihm soziale Themen eigentlich waren.

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    F4. Wann hast Du Elvis das erste Mal getroffen?

    Das war Ende November 1972, nachdem er von seinen Hawaii Konzerten zurückgekommen ist und ich ihn in dem „Yellow TV room“ auf Graceland traf.

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    F5. Wie hast Du Beziehung zwischen Elvis und Linda empfunden?

    Linda und ich standen uns schon immer nahe, ich hatte und werde immer Vertrauen in sie haben, dass sich die richtigen Entscheidungen trifft, somit war es für mich in Ordnung. Unsere Mutter hat länger gebraucht, da sie nicht darüber so begeistert war, das Linda auf Graceland einzog.Wie auch in allen anderen Situationen war Elvis sehr charmant und hat unsere Mutter überzeugt. Sie hat ihn sehr geliebt.

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    F6. Wie ist es denn dazugekommen, das Du für Elvis angefangen hast, zu arbeiten?sam thonpon 1

    Elvis mochte es seine Freunde und Familie bei sich zu haben. Und es erschien einzig allein als selbstverständlich, dass die Entwicklung unserer Freundschaft Ihren Höhepunkt darin hatte, dass ich für ihn arbeiten durfte. Von 1972 bis 1975 war ich Freund und Reisebegleiter, er hat mir 1973 ein Haus in der Nähe von Graceland gekauft und so bin ich bei den meisten Tourneen und Plattenaufnahmen dabei gewesen. Nachdem Red und Sonny 1976 Elvis verlassen haben, hat Elvis mich angerufen, und gesagt, er bräuchte mich jetzt bei  jeder Tournee als Vollzeitmitarbeiter.

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    F7. Welchen Job hast Du für Elvis gemacht?

    Ich war Elvis persönlicher Leibwächter. Neben dem anderen Leibwächter Dick Grob haben wir für die Sicherheit auf den Tourneen gesorgt.

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    F8. Wie würdest Du Elvis als Künstler und Freund beschreiben?

    Er war der beste Freund, den ich je gehabt habe. Er stand zu mir in Krankheit und bei Verletzungen und in schwierigen Zeiten, als meine Großmutter verstorben ist. Er hat ihre Beerdigung bezahlt und dafür gesorgt, dass sie ein Grab so nah wie möglich zum Grab seiner eigenen Mutter auf dem ‚Forest Hill Cemetery‘ Friedhof bekam. Auch nachdem Linda und Elvis sich getrennt hatten, waren wir noch immer enge Freunde und ich habe weiter bis zu seinem Tod für ihn gearbeitet.

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    F9. Was war das Größte Elvis als Freund zu haben?

    Wirklich sich seiner Freundschaft bewusst zu sein, er war so hilfsbereit und freundlich.  Und seien wir ehrlich, auf Tournee sein mit dem King of Rocking Roll war der Hammer. Wir waren beide jung, liebten beide die Musik und hatten beide zusammen sehr viel Spass.

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    F10. An was erinnerst Du Dich am liebsten?

    Es sind sehr viele Sachen, an die ich mich erinnere, aber die ruhigen Einzelsituationen waren die besten. Die meisten seiner Leute haben in Los Angelos oder Nashville gelebt und nachdem die Tour vorbei war, sind sie nach Hause zurückgekehrt. Ich habe in der Nähe von Graceland gelebt und habe auch außerhalb der Touren sehr viel Zeit mit Elvis verbracht. Wir haben einfach nur zusammen gesessen und geredet und so habe ich den wahren Mann kennengelernt, den Menschen hinter Fassade, an den ich mich am liebsten zurück erinnere.

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    F11. Wann hast Du Elvis das erste Mal live gesehen?sam thompson 3

    Ich bin 1972 mit zu den Stax-Studios gefahren und habe ihm zugesehen, Aufzeichnungen für sein Album zu machen. Aber das erste Mal live auf der Bühne habe ich ihn im August 1973 in Las Vegas gesehen.

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    F12. Wie viele Elvis Konzerte hast Du gesehen und gab es irgendwelche Situationen, in denen Du Angst um Elvis hattest. Irgendwelche kritischen Situationen?

    Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, aber es waren in den fünf Jahren, in denen ich ihn kannte um die 200 Konzerte gewesen sein. Es gab ein paar Mal Probleme, wo wir dachten, es könnte gefährlich werden, aber es waren meistens immer logistische Überlegungen, Elvis in oder aus Konzerträumen zu bekommen ohne ihn oder den Fans dabei zu schaden. Dick und ich waren ehemalige Polizisten und haben schon oft geplant, solche Situationen zu vermeiden.

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    F13. Hast Du Dich über den Gesundheitszustand und den Tablettenkonsum von Elvis Sorgen gemacht?

    Ja habe ich, aber er hat mir gesagt, dass es ein Thema ist, das wir nicht besprechen können.Ich war besorgt, und habe es ihm gegenüber erwähnt, aber er konnte oder wollte seine Gewohnheiten nicht ändern.

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    F14. Wie denkst Du über das Buch ‚Elvis-what happend‘ im Orginal? Hast Du es gelesen?

    Ja ich habe es gelesen und vieles davon ist leider wahr. Einige Dinge standen in keinem Verhältnis und wurden übertrieben zu einer Schlagzeile dargestellt, aber es ist ein trauriges Buch, das von Freunden geschrieben wurde, die wie ich glaube, es heute nicht mehr geschrieben hätten.

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    F15. Elvis ist am 16. August 1977 gestorben. Wo warst Du an diesen Tag und was hast Du gemacht?sam thompson 4

    Ich war in Graceland und wollte Lisa Marie abholen und zurück zu Ihrer Mutter bringen, nachdem sie bei einem langen Besuch bei Elvis war.

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    F16. Was war Deine erste Reaktion auf seinen Tod?

    Auf Grund seines Gesundheitszustandes war es keine Überraschung. Aber sicherlich ist man auf so eine schlechte Nachricht nicht vorbereitet. Ich war traurig und habe mir Sorgen um Lisa Marie und Vernon gemacht.  Aus großen Dank und Pflichtgefühl gegenüber Elvis heraus, musste ich mir Gedanken machen um die Organisation der Beerdigung um die Besuche der Familie herum. Es waren in einer kurzen Zeit eine Menge Sachen zu organisieren und ich habe wenig geschlafen. Offen gesagt, hat mich die Nachricht über seinen Tod erst später, als ich Zeit hatte, über alles nachzudenken, erschlagen.

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    F17. Hast Du die Show ‚Elvis in Concert‘ gesehen?

    Ja, ich war Teil einer Show in der in the Pyramid in Memphis wo George Klein, Richard Davis, Jerry Schilling und ich mit einer schwarzen 77 ‚ Cadillac Limousine in die Halle gefahren wurden und ein Laser auf den Rücksitz strahlte und auf dem Bildschirm übertragen worden ist..sah es so aus, als Elvis aus dem Auto aussteigen würde..Surreal…Es ist eine grossartige Show mit der Orginal TCB-Band.

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    F18. Wie war es für Dich Elvis wieder auf der Bühne stehen zu sehen?

    Es war schön, ihn dort wiederzusehen, wo er immer sein wollte…auf der Bühne, um seine Fans zu unterhalten. Er liebte Live-Auftritte.

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    F19. Was hast Du nach dem Tod von Elvis gemacht?

    Ich bin wieder zum Sheriff-Department gewechselt, 2 Wochen nachdem Elvis verstorben ist. Abends habe ich die Juristische Fakultät besucht und meinen Abschluss als Anwalt gemacht. Dann war ich 2 Jahre als Gefängniswärter tätig und habe danach 2 weitere Jähr in Memphis als Richter gearbeitet, bis ich in Rente ging und nach L.A. umzog, wo ich mit David Foster 143 Alben aufzeichnete und Plattenverträge mit Josh Groban and Michael Buble abschloss. Anschließend bin ich nach Las Vegas verzogen und habe dort für den Bundesstaat Nevada als Verwaltungsrichter fungiert. Jetzt lebe ich zurückgezogen und bereise die Welt, um über meine Zeit mit Elvis zu sprechen.

    Lieber Sam, wir danken Dir für diese wichtigen und ehrlichen Worte und wünschen Dir an dieser Stelle alles Gute.

    Das Team von Elvis-Memories

    Quelle: Interview vom News-Redakteur von Elvis-Memories: Michael Herder mit Sam Thompson online, 30.12.2013