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    Auf dieser Seite möchten wir Menschen interviewen, die sich für Elvis’ musikalische Erbe einsetzen.Wir führen diese Interviews in unregelmäßigen Abständen mit Fans, Künstlern, Veranstaltern von Elvis-Events, oder mit Weggefährten von Elvis durch. Da wir das Recht auf freie Meinung uneingeschränkt akzeptieren, werden wir auch keines dieser Interviews kürzen oder gar zensieren. Wir lassen all die Leute, die wirklich was für Elvis tun, gerne zu Wort kommen. Angelika mit ElvisUnd wie immer wird sich Elvis-Memories auch hier vollkommen neutral verhalten. Unser nächstes Interview führten wir mit Angelika Springauf. Wir möchten Angelika an dieser Stelle danken, dass Sie sich für uns die Zeit nahm und auf all unsere Fragen antzuworten. Um bei den Interviews die wir hier ungekürzt in Schriftform wiedergeben, eine gewisse Übersicht zu wahren haben wir die Fragestellungen mit F und nummeriert gestaltet.


    F1. Wann genau war Deine erste Begegnung mit Elvis Presley?

    Am 8.10.1958 am Hinterausgang des Kino´s Park Lichtspiele in Bad Nauheim. Er hatte sich den Film „Bravados“ mit    Gregory Peck in der Nachmittagsvorstellung angeschaut.


     

    F2. Was hattest Du für einen Eindruck von ihm, als Du Elvis zum ersten Mal in die Augen gesehen hast?

     

    Es war ein wunderbarer Moment. Ich konnte es selber kaum glauben, dass er freundlich lächelnd vor mir stand und mir mein erstes Autogramm gab.


     

    F3. Wie weit konntest Du dich mit Elvis in englischer Sprache unterhalten?37

    Ich konnte mich gut mit ihm unerhalten, denn ich hatte in der Schule schon einige Jahre Englisch. An Elvis konnte ich ausprobieren, was ich gelernt hatte. Wenn etwas unklar war, überlegte er eifrig mit, was wohl gemeint war. Das bereitete ihm großen Spaß.


     

    F4. Wie oft hast Du den King getroffen?

    Als er in der Goethestraße wohnte, traf ich ihn fast jeden Tag. Ich wohnte nur 5 Minuten von ihm entfernt.
    Besonders schön war es, wenn Lamar Fike und Red West spät abends nicht zu Hause waren, Elvis aus der Tür schaute, und wenn nicht mehr als 6 bis höchstens 10 Leute vor dem Haus waren, er zu uns kam. Wir unterhielten uns, machten Blödsinn. Z.B.Elvis tippte jemandem auf den Rücken und schaute dabei ganz unschuldig, als wäre er es nicht gewesen. Erstaunlich war sein Gedächtnis. Er konnte sich noch nach 1 Woche daran erinnern, dass ich eine Mathearbeit schrieb und Angst davor hatte. Er fragte mich: Wie war die Arbeit? Sie war nicht gut. Aber ich habe mich gefreut, dass er sich das gemerkt hat.


     

    F5. Hast du Autogramme von ihm bekommen und wieviele?

    Ich habe einige Autgramme bekommen. Natürlich nicht so viele wie Claus. Die Autogrammkarten kosteten Geld und ich bekam nur 1,– DM später 1,5O DM Taschengeld in der Woche. Ins Kino, Schwimmbad usw. wollte ich auch. Also ließ ich mir oft die Autogramm-Karten beidseitig unterschreiben. Viele habe ich damals auch an Freunde, die nicht in Bad Nauheim wohnten, verschenkt. Alle Unterschriften , die ich auf Zeitungen hatte (Bravo usw.) hat mein Vater später, als wir nach Würzburg zogen, mit den Worten „das kommt mir nicht alles mit“, in den Müll geworfen.


     

    F6. Wann war das mit dem bekannten Foto genau?33

    Wann das genau war, weiß ich nicht mehr. Es muß wohl im Herbst 1959 gewesen sein. Ich erinnere mich aber daran, dass wir Spaß hatten.


     

    F7. Warst Du mal im Haus?

    Mein Onkel, der in Amerika lebte, war mit dem Vater von Elvis befreundet. Er besuchte meine Oma und nahm mich mit, als er Vernon besuchte, weil ich ihm keine Ruhe ließ. Die beiden haben sich gut unterhalten, aber ich war traurig, denn Elvis war in seinem Zimmer und kam nicht ins Wohnzimmer. Ich tröstete mich damit, dass ich jetzt wusste, wie er wohnt. Nicht wie ein Star, sondern wie wir alle. Er hatte das Haus möbliert gemietet und ich kann mir vorstellen, dass das einzige, was er selber ausgesucht hatte, das Klavier war.


     

    F8. Hat Elvis Deutsch gesprochen?

    Elvis hat nicht Deutsch gesprochen. Nur ein paar lustige Wörter, die ihm jemand in der Kaserne gelernt hat und die eine andere Bedeutung hatten, als er dachte.


     

    F9. Hast Du Priscilla auch kenngelernt?

    Ziemlich am Ende von Elvis Militärzeit ging ein Soldat ab und zu mit einem Mädchen in Elvis Haus und hat es mit ihr auch wieder verlassen. Ich dachte, es sei die Freundin des Soldaten. Erst viel später habe ich aus der Zeitung erfahren, wer sie war. Es war Priscilla.


     

    F10. Wie war es für Dich als Elvis Deutschland verlassen hat?

    Elvis hat mir gefehlt. Er hat zu meinem Alltag gehört. Es war schwer sich umzugewöhnen.


     

    F11. Hast Du mit Elvis später noch Kontakt gehabt?

    Nein, ich hatte keinen Kontakt mehr.


     

    F12. Wie hat Elvis deine Jugend beeinflusst?Elvis 80 – A Legend Was Born (18)

    Durch Elvis habe ich viele Menschen kennen gelernt und viele Freundschaften geschlossen. Z. B. Claus Ilge habe ich bei Elvis kennen gelernt und wir sind bis heute gute Freunde.


     

    F13. Gab es schon Elvis LPs zu Deiner Zeit zu kaufen in Deutschland?

    Elvis LPs gab es damals schon, aber mein Taschengeld war zu knapp. Ich konnte sie mir nicht leisten. Es gab aber kleine LPs. Die habe ich mir ab und zu gegönnt.


     

    F14. Wie bist Du überhaupt zu Elvis und seiner Musik gekommen?

    Durch Radio (Radiosender AFN) und Kino.


     

     

    F15. Was hast du empfunden als du die Nachricht von Elvis’ Tod gehört hast und wo warst du da?

    Ich war in Würzburg und habe es durch das  Fernsehen erfahren. Es war für mich unfassbar. Er war noch so jung. Ein Teil von meiner Jugend war einfach weg.


     

    F16. Hattest du schon einmal das Glück Graceland besuchen zu können und am Grab von Elvis zu stehen?

    Mein Mann und ich haben Graceland und sein Grab besucht.


     

    F17. Was hast du dabei empfunden?k-DSC_148

    Es war ein ganz komisches Gefühl, als ich in seinem Wohnzimmer stand. Ich dachte daran, dass ich so oft neben ihm stand und damals nicht im Traum daran dache, einmal in seinem Haus zu stehen.


     

    F18. Wie empfindest Du die heutige Elvis-Szene

    Es ist wunderbar, dass so viele Menschen heute noch von Elvis begeistert sind. Menschen in allen Altersgruppen. Ich habe so viele Freundschaften durch Elvis geschlossen. Freundschaften mit Elvis Fans aus allen Ländern. Früher und auch heute.


     

    F19. Was möchtest Du den Elvis Fans gerne noch mitteilen?

    Elvisfans sollen das Andenken an Elvis in Ehren halten und weiterhin pflegen. Ganz wichtig ist der Zusammenhalt. Miteinander nicht Gegeneinander.


    Liebe Angelika, wir danken Dir für diese wichtigen und ehrlichen Worte und wünschen Dir an dieser Stelle alles Gute.
    Das Team von Elvis-Memories