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Vor etwa zwei Jahren haben zwei Elvis-Fans die Idee geboren, ihr Idol aus Bronze wiederauferstehen zu lassen. Jetzt ist die Statue, die auf einer Bad Nauheimer Usa-Brücke stehen wird, fast fertig.

Auch 43 Jahre nach seinem Tod ist Elvis Presley ein heißes, sprich aktuelles Thema. Vor allem mit Blick auf Bad Nauheim, wo der Superstar einst wohnte, und Friedberg, wo er stationiert war. Beide Nachbarstädte tragen einen friedlichen Wettstreit um die Vermarktung der „Marke Elvis“ aus, zurzeit sind in Bad Nauheim besondere Aktivitäten zu verzeichnen.

Kurz vor dem Ziel: Der Kopf ihres Idols ist bereits fertig, für Oktober rechnen Meike Berger (l.) und Angela Storm mit der Fertigstellung des kompletten Bronze-Elvis. FOTOS: PV © pv

Heiß geht es dabei allerdings außerhalb der Kurstadt zu, genauer gesagt in der Gießerei Rincker im mittelhessischen Sinn. Dort wird im Augenblick die lebensgroße Elvis-Bronzestatue gegossen, die dann auf der Bad Nauheimer Usa-Brücke zwischen Rosengarten und Stadtbücherei platziert wird. Sie zeigt den Musiker in Armee-Uniform, lässig gelehnt ans gusseiserne Brückengeländer. So ist der Superstar auf einem Foto von 1959 zu sehen, das bei den Fans eine Art Kultstatus genießt.

Vor rund zwei Jahren war dieses Bild auch der Auslöser für die Skulpturen-Spendenaktion, welche die Elvis-Verehrerinnen Meike Berger und Angela Storm gestartet hatten. Die Sammelinitiative nahm einen eher schwerfälligen Anlauf. Ob die benötigte Summe von rund 35 000 Euro wirklich zusammenkommen würde, war zunächst nicht abzusehen.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Doch die Hartnäckigkeit von Meike Berger und Angela Storm zahlte sich aus. Ein erster Durchbruch wurde beim Elvis-Festival 2019 in Bad Nauheim erreicht. Es wurden nicht nur etliche Spenden eingenommen, die Initiatorinnen rührten in der Fan-Szene auch heftig die Werbetrommel für ihr Projekt. Zudem gewannen Meike Berger und Angela Storm einige Musiker, bei einem Benefizkonzert im November in der Trinkkuranlage ohne Gage aufzutreten. Nach dieser Veranstaltung war genug Geld vorhanden, um die Firma EGO3D mit der Produktion der Gussform beauftragen zu können. Das gelang mithilfe eines 3 D-Druckers.

Im Januar konnten die beiden Fans den endgültigen Vollzug melden. Ein Elvis-Jünger aus Bochum, der Unternehmer Michael Wesselmann hatte sich bereit erklärt, die gesamten Kosten für den Guss der Bronzestatue zu übernehmen. 18 000 Euro müssen dafür investiert werden.

Meike Berger und Angela Storm sehen sich jetzt auf der Zielgeraden. „Wir waren in der Gießerei Rincker, um einige Arbeitsschritte mit zu verfolgen. Der Kopf von Elvis und der Guss des Oberkörpers waren sehr interessant“, berichten die beiden Frauen. Mit dem Unternehmen wurde vereinbart, die fertige Statue Mitte Oktober der Öffentlichkeit vorzustellen.

Jetzt ist die Stadt am Zug. Denn sie muss die Usa-Brücke komplett neu aufbauen lassen. Dafür sind im Haushalt Mittel in Höhe von 370 000 Euro vorhanden. In diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden, einen Abschlusstermin hat das Rathaus noch nicht genannt. Die Elvis-Fans hoffen auf November.

Quelle: Wetterauer Zeitung