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    Am 8. März 1936 wurde Red West als Robert Gene West in Memphis geboren. In dieser Musikerstadt wuchs er auch auf, und hier lernte er schon während seiner Schulzeit den damals noch völlig unbekannten Elvis Presley kennen. Red West kannte Elvis länger als jeder andere Bodyguard aus der „Memphis Mafia“, mit der Ausnahme von Elvis‘ Cousin Gene Smith. Red und Elvis lernten sich in der „Humes High School“ kennen, wo Red besonders als talentierter Boxer und Footballspieler auffiel. Elvis hingegen fiel als talentierter Sänger auf.

    Red mochte Elvis sehr, und er kämpfte für Presley bei einigen Schulhofschlachten, wenn Elvis mit anderen Schülern Probleme hatte. Die beiden wurden unzertrennliche Freunde. Als Elvis Presley 1954 – 1955 anfing mit seiner Band den „Blue Moon Boys“ auf Tour zu gehen, durfte Red als Fahrer mit.

    1956 wurde West Mitglied der Marines und begleitete Elvis Presley später, als dieser über die US-Army nach Deutschland versetzt wurde. Doch kurze Zeit später kehrte West wieder nach Memphis zurück, da er in Deutschland zu viele Probleme machte. Als der King Of Rock’n’Roll 1960 aus der Army entlassen wurde, war Red wieder an seiner Seite.

    Red West war ein kräftiger, harter Kerl, oft aggressiv und genau richtig, um sich um das Geschäft zu kümmern und nie zu feige für einen Kampf. Red West war nie besonders feinfühlig, wenn es um den Umgang mit anderen ging, aber für Presley war er als Bodyguard genau richtig und dazu bereit, sein Leben für Elvis zu geben. So begleitete Red King Elvis auch nach Hollywood wo er eine eigene Film- und Fernsehkarriere startete. Er hatte Rollen in fast allen von Elvis‘ Filmen: Er war ein Indianer in „Flaming Star“ („Flammender Stern“), Hank Tyler in „Wild In The Country“ („Lied des Rebellen“), ein Wachmann der Bank in „Follow That Dream“ („Ein Sommer in Florida“), ein Bongo spielendes Mitglied einer Bootscrew in „Girls!Girls!Girls!“ („Girls Girls Girls“), Fred in „It Happened At The World’s Fair“ („Ob blond, ob braun“), einer der Männer am Pool in „Fun In Acapulco“ („Acapulco“), einer der Söhne des „Lone Star States“ in „Viva Las Vegas“ („Tolle Nächte in Las Vegas“), ein Arbeiter auf dem Jahrmarkt in „Roustabout“ („König der heißen Rhythmen“), ein Mann im „Kit Kat Club“ in „Girl Happy“ („Kurven-Lilly“), ein Rabauke in der Bar in „Tickle Me“ („Cowboy-Melodie“), ein Mörder in „Harum Scarum“ („Verschollen im Harem“), Rusty in „Paradise Hawaiian Style“ („Südseeparadies“), ein Mitglied in Shortys Crew in „Spinout“ („Sag niemals ja“), ein Statist in „Clambake“ („Nur nicht Millionär sein“), und ein Zeitungsangestellter in „Live A Little, Love A Little“ („Liebling, lass das Lügen“). Er hatte außerdem viele kleine Rollen in anderen Filmen und arbeite für Fernsehserien als Schauspieler und Stuntman. So war er auch nach Presleys Tod in ein paar Folgen der Sci-Fi-Serie „Kampfstern-Galactica“ zu sehen. 1989 konnte man Red West in dem Film Road House sehen und 2013 war er noch einmal in einem Film zu sehen, als er in „Safe Haven“ spielte. Red war aber auch Songschreiber. So komponierte er einige Songs, die Elvis aufnahm, darunter: „You’ll Be Gone“, und wirkte an einigen Songs wie z.B. „Separate Ways“ und „Holly Leaves And Christmas Trees“ mit. Zudem ist er als Autor des Elvis-Weihnachtslieds „In Every Day Was Like Christmas“ bekannt, welches im Jahre 1967 veröffentlicht wurde.

    1961 heiratete er Elvis‘ Sekretärin Pat Boyd. Elvis war natürlich Red’s Trauzeuge. Als er dann im Jahr 1967 nicht zu Elvis‘ eigener Hochzeit nach las Vegas eingeladen worden war, kam es zu einem gewaltigen Riss in der Freundschaft der beiden Männer.

    West sagte danach immer, er wäre immer mehr von Elvis‘ zunehmendem Medikamentenkonsum beunruhigt gewesen und als er, sein Cousin Sonny und Dave Hebler 1976 von Vernon gefeuert wurden, beschlossen sie, zusammen ein Buch zu schreiben, um das ans Licht zu bringen. Ihnen zufolge wollten sie mit der Publikation von „Elvis: What Happened?“ den Mann, den sie liebten, dazu bringen, sich besser um sich selbst zu kümmern. Das Buch sollte für Red West, wie auch für seine Mitautoren zu einem Fluch in der Elvis-Szene werden. Für Presley selbst sollte es der Untergang sein.

    Nach Elvis‘ Tod war Red West auf vielen Elvis-Meetings weltweit zu Gast. Doch musste er sich oft für das Skandalbuch „Elvis: What Happened?“ rechtfertigen, sodass er zukünftig fast immer darauf verzichtete, über das Buch zu reden.

    Red West starb am am 18. Juli 2017 im Alter von 81 Jahren im neuen Baptist Memorial Hospital in Memphis/Tennessee (im alten Krankenhaus mit demselben Namen war auch Elvis Presley am 16. August 1977 an einem Herzinfarkt gestorben. Für uns Elvisfans bleibt Red West als guter Freund von Elvis in Erinnerung. Wir werden ihn nie vergessen.