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    In diesem Jahr jährt sich das wohl größte Konzertereigniss des Jahres 1968 zum 50. Mal. Unter dem einfachen Namen „Elvis“ wurde das 68 Comeback Special für das US amerikanische Fernsehen aufgezeichnet. Sponsor der Show war der Nähmiaschinen Hersteller „Singer“ (Singer Sewing Machine Company). Die Erstaustrahlung im Fernsehen war der 3. Dezember 1968 beim Fernsehsender NBC. Später wurde diese Show in das 68 Comeback Special umbenannt, um damit das neue Comeback von Elvis Presley, nach seiner immer schlechter laufenden Hollywood-Karriere, zurück auf die Bühne besser zu präsentieren. Kurze Zeit später wurde von Elvis‘ Plattenfirma RCA ein Soundtrack mit der Show veröffentlicht und den Fans somit rechtzeitig zum Weihnachtsfest 1968 den neuen (alten Elvis) zu präsentieren.

    Der Regie übernahm Steve Binder, der zusammen mit Produzenten von NBC Bones Howe und Bob Finkel diese Show auf die Beine stellen sollte. Steve Binder, der Regisseur von NBC, überredete Elvis damals zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Er sagte zu Elvis ,,Geh mal auf die Straße, um herauszufinden, ob die jungen Leute von heute dich noch kennen.“ Elvis zögerte zunächst, entschloss sich dann doch zu diesem Schritt. Als ihn kaum jemand erkannte, stimmte er zu, dass seine Karriere dringend wieder einen Anschub benötigte. Durch seine Filme erreichte Elvis nur noch seine hartnäckigen Fans. Aber das junge Publikum, das ihn damals 1956 so verehrte, war nicht das Gleiche wie das junge Publikum des Jahres 1968.
    Schon im Juni des selben Jahres wurde gedreht, die Show wurde zu einem riesigen Erfolg, was nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken war, dass Elvis sich mit Hilfe des Produzenten Steve Binder gegen die Vorstellung Colonel Parkers durchgesetzt hatte. Colonel Parker wollte nämlich eine Weihnachtsshow daraus machen und stellte sich dabei vor, dass Elvis in Anzug und Krawatte ganz artig 20 Weihnachtslieder singen sollte. Aber so kam es dazu, dass Elvis unter anderem auch im komplett in schwarzem Leder gekleidet, viele seiner alten Hits aus den 50er Jahren sang und dabei eine Dynamik an den Tag legte, die man von ihm kaum noch erwartet hatte. Später wurde diese Show als „Comeback Show“ bezeichnet – der alte Elvis war wieder da!

    Was alles passierte!

    Am 1. Mai 1968 trifft sich Colonel Tom Parker mit Vertretern von MGM und NBC in seinem Büro, wo er diesbezüglich eine Pressekonferenz abhält. Mit dabei waren auch Abgesandte des Nähmaschinenherstellers Singer. Singer Nähmaschinen soll der einzige Sponsor für die geplante Fernseh-Show des 68 Comeback Special werden. Bei diesem Treffen wird Parker von Bob Finkel, dem Produzenten der Show, überredet, ihm zu erlauben, dass Konzept für die Show weiter ausbauen zu dürfen. Parker  hatte ein reines Weihnachts-Special geplant, wo Elvis nur Weihnachtslieder singen sollte. Bob Finkel schlug Parker vor, weitere Lieder aus Elvis‘ gesamter Karriere in die Show zu integrieren. Parker ist insoweit damit einverstanden, solange man Elvis die Kontrolle über die Veröffentlichung überlässt. Parker gibt sein Ok für die dramaturgische Leitung von Bob Finkel, wenn der Sponsor Singer Nähmaschinen, nichts dagegen einzuwenden hat.

    Am 14. Mai 1968 kommt Elvis aus freien Stücken im Büro von Bob Finkel in 8833 Sunset Boulevard zusammen. Elvis wurde von seinem Road-Manager Joe Esposito begleitet. Weitere Jungs aus Elvis Entourage, die mit vor Ort waren, waren Alan Fortas, Charlie Hodge und Lamar Fike. Elvis teilte Bob Finkel mit, dass er möchte, dass sich die ganze Show von seinen bisherigen Spielfilmen unterscheiden soll. Elvis sagte zu Finkel: ,,Ich möchte jedermann wissen lassen, was ich zu leisten in der Lage bin.“

    Am 16. Mai 1968 nahm Bob Finkel mit Steven Binder Kontakt auf, nachdem Elvis seine Bereitschaft zu der Show bereiterklärt hatte. Steve Binder erklärt sich dazu bereit die Regie für dieses großartige Projekt zu übernehmen. Bones Howe, der als Toningenieur fungiert, wird nun einen Großteil der Musik für das Special produzieren.

    Am 17. Mai 1968 treffen sich Steve Binder und Bones Howe im Büro von Parker bei MGM un 7:00 Uhr morgens. Parker prüft Beide mit strengen Blicken. Sie erklären Parker, dass sie Elvis die Möglichkeit geben, in dem Special zu zeigen, wer er wirklich ist. Elvis wird dann trotz seines Urlaubes in Hawaii im Laufe des Vormittags wieder im Büro am Sunset Boulevard vorstellig werden, wo ihm  mitgeteilt wird, dass Binder und Bones für das Comeback eine Art Drehbuch zusammenstellen werden.

    Am Dienstag den 21. Mai 1968 bekommt Colonel Tom Parker von der Fernsehgesellschaft NBC die Zusage, dass alle Bänder mit den Aufnahmen von Presley kostenfrei an Elvis‘ Plattenfirma RCA übergeben werden. RCA hat das Recht für eine exklusive Veröffentlichung.

    Am 02. Juni 1968 kehren Elvis Presley und Priscilla sonnengebräunt von Hawaii zurück nach Los Angeles, wo Elvis dann einen Tag später mit den ersten Proben zum 68 Comeback Special beginnen wird.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Am 03. Juni 1968 beginnt Elvis mit den zweiwöchigen Proben zum Comeback. Der Song GUITAR MAN wird als eine Art autobiografischer Link fungieren und die einzelen Show-Teile so miteinander verbinden. Parker will, dass ein Weihnachtslied in die Show aufgenommen wird. Elvis hingegen will einfach nur einen schönen Abend erleben. Elvis schien hier noch den geringeren Widerstand zu haben, denn er war mit allem einverstanden. Somit wurde auch ein Weihnachtslied in die Show mit aufgenommen.

    Donnerstag, 6. Juni 1968. Der Senator Robert Kennedy wird in der Nacht zuvor erschossen. Elvis war geschockt und außer sich. Steve Binder nutzt diese Reaktion von Elvis und nimmt Kontakt zu Earl Brown auf und bittet ihn, eine Schlußnummer für das Comeback zu schreiben, die aller Welt zeigen sollte, dass hier ein Mann ohne  jegliche Vorurteile auf der Bühne steht.

    Am 10. Juni 1968 finden die ersten Proben in den Produktionsräumen von Binder und Howe statt, die dann am folgenden Wochenende fortgesetzt werden.

    Am Dienstag, den 11. Juni 1968 trifft Elvis Presley Bill Belew, der Bühnenkostüme für viele prominente Sänger entwirft, um mit Belew über seine Vortellung der Show zu sprechen. Belew macht Elvis den Vorschlag einen schwarzen enganliegenden Lederanzug mit einem napoleonischen Stehkragen zu tragen. Auch wollte Parker, dass Elvis in der Show einen zweiten Goldlame Anzug tragen sollte. Doch Elvis war dagegen und es kommt zu einem sehr gelungenen Kompromiss. Ein goldenes Jackett mit schwarzer Smokinghose.

    Montag, 17. Juni 1968. In den Studios der NBC in Burbank/Kalifornien finden die Proben für Steve Binders Musical Arrangeur statt. Zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr wird an einer Tanzprobe gearbeitet. Um 17:00 Uhr beendet Elvis den Arbeitstag mit Musik und Dialogproben. Dieses Muster wird dann auch am Dienstag und Mittwoch wiederholt.

    Gleichzeitig gibt die NBC offiziell bekannt, dass Elvis Presley in seiner ersten Fernsehsondersendung die Hauptrolle spielen wird, die rechtzeitig vor Weihnachten ausgestrahlt werden soll.

    Am 20. Juni 1968 wird als erstes das sehr komplizierte GUITAR MAN MEDLEY aufgenommen, welches in mehreren einzelnen Teilen eingespielt wird. Die Musik für die Produktion der Show wird vorab aufgenommen. Freddie Bienenstock, der offiziell zuständige Vertreter den RCA geschickt hatte, bekam von Colonel Parker noch einmal die Info, sich komplett aus diesem Projekt herauszuhalten, sobald eines der Lieder aufgenommen wurde, da es ausschließlich in Elvis‘ Händen und den Händen der Produzenten liege. Nur diese entscheiden gemeinsam, welches Liedmaterial aufgenommen werden sollte.

    Gegen 20:00 Uhr abends trifft Elvis Presley dann im Studio 1 von Western Records ein. Hier werden die ersten Vorabaufnahmen mit Bones Howe gemacht. Howe ist für die Produktion mitverantwortlich. Die Musikband setzt sich aus vielen Musikern zusammen, die auch schon im Film Live A Little Love A Little dabei waren. Damit fiel es Elvis leichter, weil er die Musiker kannte. Darlene Love und die Gospelgruppe The Blossoms waren auch da, um den Gospelpart mit Elvis einzuspielen.

    Die Vorabaufnahmen werden die nächsten 3 Tage bei Western Records stattfinden. Elvis erscheint täglich pünktlich um 14:00 Uhr zum Dienst. Steve Binder möchte nicht, dass das Schlußlied der Show mit ,,I’ll Be Home For Christmas“ enden sollte, das wäre dem musikalsischen Image für Elvis nicht gerecht. So wurde Earl Brown gebeten ein neues Lied zu schreiben das ein würdiges Ende darstellen sollte. Es entstand ,,If I Can Dream“. Praktisch über Nacht. Nun war es an Steve Binder, dafür zu sorgen, dass dieses Lied in die Show aufgenommen wurde. Steve Binder musste alle Entscheidungsträger den Colonel, Singer, NBC und Elvis dazu bringen dieses Lied in die Show mit aufzunehmen. Von Elvis erhielt er sofort sein Ok. ELvis war mit ganzem Herzen dabei und fand den Song spitze. Selbst Colonel Parker fand die Idee toll und wich somit langsam von dem Gedanken ab, dass ein Weihnachtslied in der Show sein müsse. Hierbei sollte noch erwähnt werden, dass ,,If I Can Dream“ eine besondere Bedeutung für Elvis erlangen sollte, denn die Idee zum Lied „If I Can Dream“ entstand hauptsächlich durch die Ermordung von Martin Luther King in Elvis‘ Heimatstadt Memphis am 4. April 1968.

    -Ende erster Teil- wird fortgesetzt.

    Quelle: Elvis Presley The King/Rex Martin/Elvisclub Berlin

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