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Original Filmplakat

Ein Paramount Film in Panavision (USA 1961)
(Dt. Titel: Blaues Hawaii)

Regie:Norman Taurog
Produktion:
Hal B. Wallis
Co-Regie:
Michael Moore
Drehbuch:
Hal Kanter
Vorlage:
nach der Erzählung „Beach Boy“
von Allan Weiss
Musik und musikalische Leitung:
Joseph J. Lilley
Choreographie:
Charles O’Curran
Kamera:
Charles Lang Jr.
Spezialeffekte:
John P. Fulton
Kostüme:
Edith Head
Bauten:
Hal Pereira, Walter Tyler
Technischer Berater:
Col. Tom Parker

Filmlänge: 101 Minuten
Drehbeginn:
03. April 1961
Uraufführung:
14. November 1961
Deutsche Erstaufführung:
21. April 1962

Lieder, in der Reihenfolge, wie sie im Film gesungen werden:
01. Blue Hawaii
02. Almost Always True

Deutsches Filmplakat

03. Aloha-Oe
04. No More
05. Can’t Help Falling In Love
06. Rock-A-Hula Baby
07. Moonlight Swim
08. Ku-u-i-po
09. Ito Eats
10. Slicin‘ Sand
11. Hawaiian Sunset
12. Beach Boy Blues
13. Island Of Love
14. Hawaiian Wedding Song

Darsteller:             Rolle:

Elvis Presley ….. Chad Gates
Joan Blackman ….. Maile Duval
Nancy Walters ….. Abigail Prentace
Roland Winters ….. Fred Gates
Angela Lansbury ….. Sarah Lee Gates
John Archer ….. Jack Kelman
Howard McNear ….. Mr. Chapman
Flora Hayes ….. Mrs. Manaka
Gregory Gay ….. Mr. Duval
Steve Brodie ….. Tucker Garvey
Iris Adrian ….. Enid Garvey
Darlene Tompkins ….. Patsy
Pamela Akert ….. Sandy
Christian Kay ….. Beverly
Jenny Maxwell ….. Ellie Corbett
Frank Atienza ….. Ito O`Hara
Lani Kai ….. Carl
Jose de Vega ….. Ernie
Ralph „Tiki“ Hanalie ….. Wes

Deutsche Stimme für Elvis: Claus Wilcke

Hinter den Kulissen:
Dreharbeiten:
begannen am 03.04.1961
Die Außenaufnahmen entstanden an den markanten Punkten der Inseln: am Diamond Head, Waikiki Beach, Hanauma Bay, Makapuu Beach und der Kokospalmen-Laguna auf Oahu.

Für den Film waren zuerst zwei andere Titel vorgesehen,
„Hawaiian Beach Boy“ oder „Beach Boy Blues“.
Zuerst hatte Juliet Prowse die Rolle der Maile Duval spielen sollen, verlangte aber zuviel Privilegien und wurde abgelehnt. Auch die Sängerin Brenda Lee war im Gespräch für die Rolle.
Kurz vor den Dreharbeiten zu diesem Film unterzeichnete Elvis einen Fünfjahresvertrag mit Hal Wallis. Der Produzent, der einst überzeugend von Elvis‘ natürlichem Schauspiertalent und seiner erotischen Ausstrahlung auf der Leinwand gesprochen hatte, beschloss, seinen Star mit Songs, exotischem Ambiente und vielen Mädchen zu präsentieren. Dieser erste stereotype Elvis-Film wurde einer der finanziell erfolgreichsten Filme des Jahres.

Inhalt:
Nach zweijährigem Militärdienst ist Chad Gates nach Honolulu zurückgekehrt und soll nach dem Willen seiner Eltern die Leitung einer Ananas-Plantage übernehmen. Mit dem Ziel, auf diesem Gebiet ein rechtschaffener Fachmann zu werden und standesgemäß zu heiraten. Doch Chad – jung, unternehmungslustig und ausnehmend musikalisch – hat anderes im Sinn. Er liebt die romantische Südsee, die bezaubernden Inseln mit den fröhlichen Eingeborenen und seine Freiheit. Und alle Schönheiten dieses letzten Paradieses unserer Erde möchte er seinen Mitmenschen zeigen: den Touristen.
Kurz entschlossen wird er Angestellter eines Reisebüros, wo auch seine Freundin Maile, ein junges Halbblutmädchen französisch-hawaiischer Abstammung, arbeitet. Chads Mutter ist gegen diese Bindung. Der erste Auftrag, den Chad bekommt, stürzt den netten jungen Mann in hundert Schwierigkeiten. Denn nicht nur die fünf jungen Damen, denen er Hawaii zeigen soll, verlieben sich mehr oder weniger heftig in ihn, sondern auch die aparte Lehrerin Abigail Prentace, die als „Anstandsdame“ aufpassen soll, dass dem schwärmerischen jungen Herzen nichts „passiert.“
Besonders Ellie benimmt sich eigenartig: Tagsüber behandelt sie Chad grob und arrogant, und als es Nacht wird, versucht sie ihn beim großen Hukilau-Fest zu küssen. Doch der junge Reiseleiter weist sie zurück. Die Situation wird immer verfahrener: Chads Eltern sind gegen die selbstgewählte Beschäftigung ihres Sohnes. Jack Kelman indessen, ein Freund des Hauses, bewundert den Unternehmungsgeist des Heimkehrers. Chad macht ihn ein paar Tage später mit Abigail bekannt. Ellie flirtet inzwischen mit einem betrunkenen Touristen, der sich unverschämt benimmt und zusammengeschlagen wird. Ergebnis? Der junge Held wandert ins Gefängnis. Sein Vater erreicht dann seine Freilassung, er hat eine Kaution hinterlegt. Doch der Zwischenfall hat ein böses Nachspiel: Chad wird vom Reisebüro entlassen, daraufhin kündigt Maile spontan ihren Job bei Chapman.
Chad betreut seine fünf Damen nun in eigener Regie, sie fahren auf die Insel Kauai. Zuerst steht ein Ausritt auf dem Programm, abends gibt es ein großes hawaiianisches Essen. Inzwischen fährt Maile mit Mr. Kelman zum Hotel, in dem die Reisegesellschaft untergebracht ist.
Ellie macht sich abends erneut an Chad heran, sie kommt in sein Zimmer – zur selben Zeit ruft Maile aus der Hotelhalle an. Nachdem er Ellie losgeworden ist, kommen die anderen Mädchen und beschweren sich über Ellie, weil sie ihre Sachen benutzt hat. Dann kommt auch noch Abigail Prentace und erzählt ihm, dass sie etwas erleben möchte und dass sie nun den Richtigen gefunden habe. Damit meint sie allerdings Mr. Kelman – Chad bezieht es auf sich. Maile hat die Unterhaltung mitgehört und versteht auch falsch.
Inzwischen ist Ellie verschwunden, sie ist mit dem Jeep weggefahren und will nach einem Unfall gerade ins Wasser gehen, als Chad sie findet und die verzweifelte Liebeskranke rettet. Dann verpasst er ihr die längst fällige Abreibung. Am nächsten Morgen ist sie die Freundlichkeit in Person.
Was man von Maile nicht behaupten kann, sie glaubt, Grund zur Eifersucht zu haben. Doch als sich Abigail und Jack Kelman in die Arme fallen, ist für Chad alles klar. Auch zwischen Chad und Maile klärt sich alles auf.
Durch die Vermittlung von Jack kommt Chad auch mit seinem Vater ins Reine. Er wird mit Maile eine Reiseagentur eröffnen, die Touristen werden von der Firma seines Vaters besorgt.
Maile und Chad heiraten: auf einem Floß fahren sie langsam über’s Wasser, während Chad das Hochzeitslied singt.

Lieder:
Vom 21. März bis 23. März 1961, also noch vor Beginn der Dreharbeiten, nahm Elvis im Radio Recorders Studio in Hollywood 15, vielleicht sogar 16 Lieder für den Film auf. Am 08. Oktober 1961, noch vor der Filmpremiere, wurde die LP „Blue Hawaii“ (LSP 2426) veröffentlicht. Sie enthält 14 Lieder – übrigens genau in der Reihenfolge, wie sie im Film gesungen wurden. Das Titellied, während des Vorspanns zu hören hatte zusätzlich Hörner und Geigen hinzubekommen; bei „Almost Always True“ stellt Joan Blackman zwischendurch Fragen; „Can’t Help Falling In Love“ ist eine andere Version, die Musik kommt aus einer Spieluhr; „Rock-A-Huka Baby“ hat zusätzliche Instrumente; bei „Ku-u-i-po“ singen im Hintergrund Mädchen anstatt der Jordanaires mit; „Beach Boy Blues“ ist ein anderer Take; „Island Of Love“ ist eine andere Fassung und auch der „Hawaiian Wedding Song“ hat eine andere Instrumentierung – außerdem singt Joan Blackman am Scluß mit.

Fotos zum Film gibt es HIER.